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Todesmärchen von Andreas Gruber

9 Testergebnis
Grandioser Showdown

Todesmärchen ist ein herausragendes Meisterwerk für eingefleischte Thrillerfans, das unter die Haut geht und ein fesselndes Lesevergnügen bereitet.

Es war einmal in dunkler, abgrundtiefer Nacht ein böser, bitterböser Mann …

In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Das Ermittlerpärchen Maarten S. Sneijder und seine symphatische Kollegin Sabine Nemez dürfen zum dritten Mal die Protagonisten einer genialen Story sein. Der Autor Andreas Gruber hat mit diesem dritten Teil der Trilogie einen fantastischen Plot geschaffen.

Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen und verschiedenen Zeitebenen erzählt. Der erste Handlungsstrang spielt sich in der Vergangenheit ab, der zweite Handlungsstrang ereignete sich wenige Wochen zuvor und der dritte wird in der Gegenwart erzählt. Durch den Perspektivwechsel sorgt Gruber zunächst für Verwirrung. Da jedoch jedes Kapitel eine Datumsangabe beinhaltet, ist der Leser schnell wieder auf dem Laufenden und weiß immer in welcher Zeitspanne er sich gerade befindet. Der Schreibstil ist flüssig und temporeich, was für ein rasantes Lesevergnügen sorgt. Gruber versteht sein Handwerk und zeigt wieder mal seine kreative Ader, die er herausragend zu Papier gebracht und in eine tolle Geschichte verwandelt hat.

Todesmärchen

In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus...

Die Charaktere sind zum Teil sehr speziell, die Geschehnisse brutal und blutig. Die bizarren Morde, die sich in diesem Buch abspielen, orientieren sich an Märchen, was einiges über den Titel Todesmärchen verrät. Es ist eine geniale Story, aber ein wenig zu blutrünstig, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Sie ist schockierend und gibt Einblicke in die menschlichen Abgründe. Der Spannungsbogen droht zu keiner Sekunde abzubrechen. Gruber schafft es den Leser mit seinem Talent und seinem Schreibstil auf eine spannende und nicht vorhersehbare Reise mitzunehmen.

Das Ende sorgt für Entsetzen. Zu keinem Zeitpunkt im Buch war die Auflösung nur ansatzweise vorhersehbar. Umso mehr hat Gruber einen genialen Showdown hingelegt und damit ein grandioses Ende geschaffen. Am Ende hält Gruber noch eine kleine Überraschung für den Leser bereit und lässt erahnen, dass wir schon bald wieder von dem Ermittlerduo hören werden.

Todesmärchen ist ein herausragendes Meisterwerk für eingefleischte Thrillerfans, das unter die Haut geht und ein fesselndes Lesevergnügen bereitet.

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