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Der Schlafmacher von Michael Robotham

9 Testergebnis
Ein sehr angenehmes Lesevergnügen

Es ist ein sehr spannungsgeladener Thriller, unvorhersehbar, rätselhaft, glaubwürdig und mit einem Hauch an Humor, jedoch auch mit einigen blutigen und brutalen Stellen.


Originaltitel (Close your eyes)
Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …

Der Thriller beginnt mit einem Paukenschlag und nimmt danach zunächst eine ruhige Wendung. Alles sieht vorerst nach einem Krimi aus, bei dem der Psychologe Joe O´Loughlin in den Fall einbezogen wird und bei den Ermittlungen unterstützen soll. Im weiteren Verlauf tauchen immer mehr Charaktere auf, die als Verdächtige überaus in Frage kommen, wobei der Autor den Leser bewusst auf Irrwegen tappen lässt.

Der Schlafmacher

Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe...

Der Plot wird in zwei Handlungssträngen erzählt. In dem ersten Handlungsstrang spielen der forensische und an Parkinson erkrankte Psychologe Joe O´Loughlin und seine Familie eine große Rolle. Denn neben den Ermittlungen nimmt das Privatleben des Psychologen viel Raum in dem Buch ein, in dem es auch um seine Exfrau und seine zwei Töchter geht. Aber keine Sorge. Dieser Teil soll nicht als Lückenfüller in diesem Buch dienen. Die Familiengeschichte des Psychologen wird in den Fall integriert und nimmt ein trauriges und tragisches Ende. Doch was hat diese Familientragödie mit dem Mord an den zwei Frauen gemein? Wer ist der Mörder? Um sich ein Bild von dem Mörder machen zu können, hat der Autor den anderen Handlungsstrang gewählt, um aus der Sicht des Mörders zu erzählen. Stellenweise tauchen im ganzen Bruch auch kursive Stellen auf, die aus der Sicht des Täters stammen.

Der Schlafmacher von Michael Robotham bietet ein sehr angenehmes Lesevergnügen. Es ist ein sehr spannungsgeladener Thriller, unvorhersehbar, rätselhaft, glaubwürdig und mit einem Hauch an Humor, jedoch auch mit einigen blutigen und brutalen Stellen, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker. Die Geschichte nimmt rasant an Lesegeschwindigkeit zu und wird zum Ende sehr wendungsreich. Auch die Schicksale des Lebens wurden tiefgründig aufgegriffen. Ein fassungsloses und grandioses Finale erwartet den Leser. Es war ein sehr überraschender und bewegender Abschluss, bei dem der Mörder bis zur letzten Seite im Verborgenen blieb. Der Schlafmacher von Michael Robotham ist der zehnte Thriller des Autors, den es auch als Hörbuch gibt.

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